einmalige, spektakuläre Ereignisse, bei denen sich das kreative Potential Nord-Neuköllns entfalten kann.

...NETZLOS
IM NUTZERLAND

Termine


Netzlos im Nutzerland
// NACHTUNDNEBEL
>> 05.11.11
ab 18 Uhr


die Taschengeldfirma e.V. versteht sich als offenes Atelier für Aktion. Im Rahmen von NACHTUNDNEBEL wird das Ladenlokal in der Flughafenstraße 62 seine ganz besondere Netzwelt entfalten und diese auf mehreren Ebenen erfahrbar machen. Die KünstlerInnen Talu Emre Tüntas, Mag Fall, Aleksandra Szafiejew, ömer Tarakçı und Griseldis Schreck präsentieren die begehbare Installation "Netzlos im Nutzer­land", die mit audiovisuellen Nouancen, Objekten, Malerei, Zeichnungen und Performance als progressiv kritische Fragestellung eine Informationsgesellschaft und ihre Individuen beleuchtet.

Der Ring der Netze, eine Gesellschaft, deren Individuen durch das Kabel in Verbindung stehen. Neue Werte, neue Wege, neue Formen der Kommunikation entstehen. Man ist drin –
doch was geschieht, wenn man draußen ist?

Wenn der Anschluss abgeschaltet wurde,
sich kein Netz aufbaut,
das Netz zusammenbricht,
kein Netz verfügbar ist,
der Akku leer ist,
das Kennwort falsch,
der Login fehlschlägt,
das Netz überlastet ist?

Vom Netz abgeschnitten, die Sicherung rausgeflogen?

Die Netzlosen ohne Verbindung zum Nutzerland leben im Schatten der Kabelbäume, ernten Kabelsalat.

Die Raumperformance des jungen Theatermachers Talu Emre Tüntas führt in das innere des Netzes, öffnet den Mantel der Kabel, versucht zu den Seelen zu dringen.
Alle stehen unter Strom, nur den Anschluss nicht verlieren. Am Mischpult schaltet der Musiker ömer Tarakçi hierzu elektronische Soundcollagen.

Das gläserne Netz wird von der Künstlerin Aleksandra Szafiejew aufgespannt. Durch das persönliche Netzwerk von Beziehungen wandeln sich alltägliche Gegenstände in ihrer Symbolik und verformen sich zu schillernden Objekten, die bei der ersten Betrachtung durchsichtig erscheinen, den Blick jedoch auf weitere Ebenen von Beziehungsvernetzungen führen und beginnen ganze Lebensentwürfe und Geschichten zu beschreiben. Was sieht man bei der Betrachtung des gläsernen Menschen und den alltägliche Dingen, die ihn umgeben? Und hilft hier Vorratsdatenspeicherung um den Blick zu schärfen?

Gefangen im Netz.

Den Blick hinter die Mauern legt die Malerin Griseldis Schreck in kleinen Kabelwerken frei. Leblose Zeitzeugen der technisierten Welt, die in ehemalig essentielle Netzwerke eingemauert waren, schillern in neuen Farben und Linien. Der Maler und Literat Mag Fall wird mit einer überraschung die Verbindung herstellen.

Treten sie ein, lassen sie sich fangen vom Netz! Oder sind sie schon wireless lan?